Ahr

Das Weinanbaugebiet Ahr ist eines der nördlichsten Anbaugebiete Deutschlands. Die Bedeutung des Anbaugebietes beruht auf den hervorragenden Rotweinen, die vor allem in den letzten 15 Jahren erzeugt wurden. Das Anbaugebiet mit ca. 550 ha ist zu über 80% mit roten Rebsorten bestockt. Es dominiert der Spätburgunder, eine der edelsten Rebsorten, die an der Ahr hervorragende geologische und klimatische Bedingungen vorfindet. Der Frühburgunder, eine früh reifende Mutation des Spätburgunders, hat mit mehr als 34 ha erst in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

Der Weinanbau in dieser nördlichen Lage ist mehreren Faktoren zu verdanken. Der Tatsache, dass die Ahr in ihrem Unterlauf in östliche Richtung fließt, und dadurch Südhänge für den Weinanbau zur Verfügung stehen, den “Gebirgszügen” der Eifel und des Hohen Venn, die in ihrer windabgewanden Seite für mehr Sonnenstunden sorgen, und den Römern, die sicherlich die günstigen geologischen und klimatischen Verhältnisse zur Weinerzeugung genutzt haben dürften. Historisch gesichert ist der Weinanbau an der Ahr auf die Franken ab dem 8. Jahrhundert zurückzuführen. 

Geologisch und topographisch können eine Obere und Untere Anbauregion unterschieden werden. In der Oberen Region zwischen Altenahr und Marienthal herrschen in den engen Talbereichen Schieferverwitterungsböden vor. Geprägt wird die Obere Region durch den windungsreichen Verlauf der Ahr. Sie hat sich tief in die Gesteinsschichten eingegraben, Umlaufberge und bizarre Felsformationen geschaffen, um letztlich durch das Tor zur Mittelahr, der Bunten Kuh kurz vor Walporzheim ins Freie zu treten. Dieses Terroir mit kargen Grauwacke- und Schieferverwitterungsböden in den steilen Terrassenlagen, mit der günstigen Hangneigung, überdurchschnittlich hohen Sonneneinstrahlung und Wärmespeicherung, gepaart mit der oftmals vorteilhaften Verteilung der Niederschläge sorgt für filigrane, mineralische und feinfruchtige Weine, die in den besten Lagen der Oberen Region zu den Top-Weinen des Ahrtals zählen. In diesem engen Talabschnitt reichen die Weinberge bis fast an den Fluss und lassen an manchen Stellen kaum Platz für den Straßenverkehr, mit Ausnahme zwischen Rech und Dernau im so genannten Recher-, bzw. Dernauer Auel. In den steilen Terrassenlagen speichern Böden, Felsen und Weinbergsmauern aus Schiefer und Grauwacke die Sonnenwärme, geben sie in der Nacht an die Reben wieder ab und schaffen so ein mediterranes Mikroklima mit erstaunlich hohen Temperaturen.
 
In der Unteren Region zwischen Walporzheim und Heimersheim weitet sich das Tal, und Lößlehmböden versetzt mit Steinverwitterung herrschen vor. Der Übergang zur Unteren Region wird vor allem landschaftlich deutlich. Nach der "Bunten Kuh", der letzten Engstelle des Ahrtals vor der Mündung, weitet sich das Tal, die Hänge werden mit wenigen Ausnahmen flacher, treten zurück und machen der mittelalterlichen Stadt Ahrweiler, dem Zentrum der Unter- und Mittelahr, und der Geschäfts- und Kurstadt Bad Neuenahr Platz. Überragt wird die Unterahr durch die Vulkankegel Neuenahrer Berg und Landskrone. Die Gehänge- und Lößlehmböden in den besten Hanglagen der Unteren Region ergeben vollmundige und körperreiche Weine, die in Barriques oder traditionell ausgebaut, zu den Besten des Ahrtals gehören. Die Weine aus den Steillagen, vor allem im Bereich Walporzheim, sind im Charakter ähnlich der Weine aus den Top-Lagen der Oberen Region. Geologisch ist der Übergang fließender. Die steilen Terrassenlagen bei Walporzheim zählen schon seit Jahrhunderten zu den besten Lagen des Ahrtals. Sie wiederholen nochmals eindrucksvoll das
In Richtung Ahrweiler / Bad Neuenahr gehen die Steillagen mehr und mehr in Hanglagen mit einem höheren Anteil an Gehänge- und Lößlehmböden über, wie an Abbruchkanten in den Lagen Ahrweiler Rosenthal und Neuenahrer Sonnenberg deutlich zu sehen ist. Steillagen treten nochmals an der Landskrone mit einem höheren Anteil Grauwacke- und Schieferverwitterungsböden auf, bis sich die Weinberglagen mit dem Heimersheimer Kapellenberg bei Ehlingen von der Ahr verabschieden, und Streuobstwiesen die Ahr auf ihren letzten Metern bis zur Mündung in den Rhein begleiten.
 
Der Erfolg der Ahrweine in den letzten Jahren begründet sich vor allem auf dem Bestreben führender Weingüter, hervorragende Rotweine zu erzeugen, die im nationalen wie im internationalen Vergleich inzwischen zu den bedeutenden Weinen zählen.
 

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Jean Stodden, VDP-WG

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